Evaluation zur Einbruchschutzförderung veröffentlicht

Eine Untersuchung des Instituts Wohnungen und Umwelt (IWU) zeigt: Die Förderung von Maßnahmen zum Einbruchschutz lohnt sich. Die Studie macht aber auch deutlich, dass immer noch zu wenig in Einbruchschutz investiert wird, insbesondere bei Mietwohnungen.

Die jetzt veröffentlichte Evaluation war im Auftrag der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) durchgeführt worden. Untersucht wurde das KfW-Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen (Barrierereduzierung – Einbruchschutz)“ für die Jahre 2014 bis 2018.

Festgestellt wurde, dass die umgesetzten Maßnahmen zum Einbruchschutz seit 2014 „nicht nur effektiv, sondern unter Berücksichtigung der Kosten auch effizient“ sind. Neben der Steigerung des Sicherheitsgefühls und der Verhinderung von Einbrüchen durch die eingebaute Sicherheitstechnik wurden eine Kostenentlastung der Haushalte sowie Versicherungen und die Steigerung der Produktion erreicht. Die bisherige Förderung von Bestandsbauten nutzen allerdings hauptsächlich selbstnutzende Eigentümer (90%).

Der Wohnungsbestand in Deutschland bleibt insgesamt aber schlecht gegen Einbrüche geschützt. Es wird zu wenig in Einbruchschutz investiert, insbesondere beim zahlenmäßig äußerst relevanten Mietwohnungsbestand. Mangels rechtlicher Vorgaben trägt auch der Neubau kaum zur Verbesserung des Einbruchschutzes bei. Eine Erkenntnis aus der Untersuchung ist daher, dass es mehr einbruchsichere Mietwohnungen und „neben der Förderung des Umbaus entsprechende Neubauauflagen“ geben sollte. Denn: „Das individuelle Sicherheitsbedürfnis sowie die Angst vor einem Einbruch sind einkommensunabhängig.“

Für den Einbruchschutz bedeutet das im Ergebnis, Haushalte mit geringem Einkommen stärker als bisher zu fördern und die Neubauförderung aufzunehmen, solange keine baurechtlichen Vorgaben für den Einbau von Sicherheitstechnik initiiert sind.

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Evaluation der Einbruchschutzförderung