Polizeiliche Kriminalstatistik 2019: Sicherungstechnik schreckt Einbrecher ab

Die heute veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) verzeichnet für 2019 erneut einen Rückgang der Wohnungseinbrüche. Zudem blieben 45,3 Prozent der Einbruchsdelikte im Versuchsstadium stecken - unter anderem deshalb, weil Einbrecher an effektiver Sicherungstechnik scheiterten.

Insgesamt wurden 87.145 Fälle einschließlich der Einbruchsversuche erfasst, 2018 waren es 97.504. Die Aufklärungsquote lag 2019 bei 17,4 Prozent. Die Einbrecher verursachten im vergangenen Jahr einen Schaden (nur Diebesgut/Beute) von 291,9 Millionen Euro (2018: 260,7 Millionen Euro). Eingebrochen wurde meist über leicht erreichbare Fenster und Wohnungs- bzw. Fenstertüren. Hinzu kommen 86.604 Fälle von Diebstahl aus Keller- und Dachbodenräumen sowie Waschküchen, die 2019 erfasst wurden. Hier verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik ein leichtes Plus (2018: 86.474 Fälle), nachdem die Zahlen in den Vorjahren rückläufig waren (2017: 93.212 Fälle, 2016: 102.586 Fälle). Alle Daten und Fakten auf einen Blick bekommen Sie mit auch mit unserer Infografik.

Weit über ein Drittel aller Wohnungseinbrüche werden durch Tageswohnungseinbrecher begangen (2019 33.101 Fälle bzw. 38 Prozent aller Wohnungseinbrüche). In Wirklichkeit dürfte die Zahl sogar noch höher liegen, da bei Wohnungseinbrüchen – etwa auf Grund einer urlaubsbedingten Abwesenheit der Wohnungsinhaber – die genaue Tatzeit meist nicht feststellbar ist.

Viele Einbrüche können jedoch durch richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik verhindert werden. Dass Präventionsmaßnahmen wirken, belegt der hohe Versuchsanteil beim Wohnungseinbruch: So blieben im Jahr 2019 45,3 Prozent der Einbruchsdelikte im Versuchsstadium stecken. Über den Zeitraum der zurückliegenden zehn Jahre ist der Anteil vollendeter Fälle stetig gesunken, wie der steigende Anteil der Versuche zeigt. Dies kann durchaus auf Verbesserungen der Sicherungsmaßnahmen im privaten Bereich gegen Wohnungseinbruchdiebstahl beruhen. 

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